how to – Planung und Installation von Zierleisten


Mit dem Gedanken im Haus einer meiner Kunden Zierleisten als Gestaltungswerkzeug einzusetzen, spielte ich bereits seit Ende des vergangenen Jahres. Das Haus zur Miete ist die perfekte Grundlage, um gestalterisch tätig zu werden. Denn zu Beginn hatte es innen nicht sehr viel an Charme zu bieten. Die Kunst ist es zu wirken, aber die Substanz nicht zu verändern. Gemietet ist nun mal gemietet. Am Ende war das Ganze sehr viel aufwendiger als vermutet. Aber das Ergebnis hat sich sowas von gelohnt. Die Zierleisten versehen die Wände mit Textur und werten jeden Raum um ein Vielfaches auf.

step 1 – PLANNING

Das Planen der Aufteilung ist das A und O. Je ernster und genauer Du diesen Schritt nimmst, umso einfacher hast Du es später beim Bearbeiten der Wände. Arbeiten wir mit einer professionellen Zeichen-Software, kannst Du das auch mit Stift und Papier.

Was brauchst Du dafür?
  • Ein Maßband oder Laser-Messgerät
  • Einen Fineliner Stift
  • Papier
  • Ein Lineal
  • Transparentes Backpapier
Starte damit die Wand um die es sich dreht genauestens auszumessen.

Möchtest Du einen gesamten Raum oder mehrere aneinander gereihte Wände mit Zierleisten versehen, bringe diese auf jeweils ein neues Blatt auf um später optisch die Aneinanderreihung und Fortführung des Musters besser im Auge zu haben.

Zeichne eine Skizze Deiner Wand

Beachte Fußleisten, Lichtschalter, Steckdosen, ggfs. Leuchtenauslässe oder Fenster und zeichne diese in Deine Skizze ein. Hast Du Deine Wand inkl. ihrer Besonderheiten skizziert, bist Du ready to do the planning.

Designe Deine Zierleisten Kombination

Lege ein Stück transparentes Backpapier über die Zeichnung Deiner Wände. Deine Zeichnung muss nicht perfekt sein zu diesem Zeitpunkt. Es geht mehr darum eine Idee zu bekommen wie das Ganze aussehen könnte und vor allem ein Gefühl dafür. Behilf Dir mit Beispielfotos und probiere einfach mal aus was auf Dein Wandmaß passt und wie das aussehen würde. Das Backpapier macht ausprobieren möglich.

Kleine Hilfestellung für diese Überlegungen:
  • Versuche optisch ein Maß zu finden das sich ggfs. irgendwo im Raum wiederholt. Wie breit ist zum Beispiel die Türe im Raum? Wie breit ist die kleinste Wand im Raum? Könnte eins davon vielleicht die Breite eines Panels auf der Wand sein?
  • Passe die Größe der Panels an die Größe Deiner Wand an.
  • Passe den Abstand der Panels zueinander an. Es sollte der gleiche Abstand zwischen den Panels und zu jeweils den Seitenrändern verwendet werden.
  • Im Raum selbst können die Panelgrößen und Abstände an den unterschiedlichen Wänden variieren.
  • Weißt Du im Vorfeld bereits, dass Du ein bestimmtes Bild oder eine Leuchte an der Wand platzieren möchtest, plane um dieses Stück herum, so dass es sich in die Zierleisten einfügt.

Hast Du Dich schlussendlich für ein Design und eine Aufteilung entschieden, trage die Maße in Deine Zeichnung ein.

step 2 – ARBEITS-VORBEREITUNG

Übertrage das Design auf Deine Wände

Was brauchst Du dafür?
  • Stift
  • Lineal
  • Wasserwaage
  • Malerkrepp in der Breite Deiner präferierten Leisten

Ich empfehle die Linien zuerst mit Stift und Lineal anzudeuten und erst danach das Kreppband darüber zu kleben. Es reicht in diesem Fall wenn Du je an den Start- und Endpunkten der Linien einen Punkt malst, damit Du weißt was Du miteinander verbinden musst. Das Kreppband hilft Dir die Dimensionen besser einschätzen zu können.

Du bekommst so ein Gesamtbild des Raumes und siehst schnell an welcher Stelle Du noch mal neu denken solltest und wo es schon perfekt passt

step 3 – INSTALLATION

Das Aufbringen der Leisten ist nun nur noch reine Fleißarbeit.

Was brauchst Du dafür?
  • Wasserwaage oder Laser Ebene
  • Montagekleber
  • Gehrungssäge
  • Bei Styropor-Leisten Heissdrahtschneidegerät aus Bügelsäge mit Stromzufuhr oder ein Cutter-Messer

Wichtig ist, dass bevor Du die Leisten zuschneidest, Du Deine Maße genauestens prüfst. Je sauberer Du dann Deine Leisten schneidest, umso einfacher ist das aneinander reihen auf der Wand. Um saubere Ecken zu gestalten solltest Du mit einem 45Grad Gehrungsschnitt arbeiten. Die Stöße werden auf diese Art beim Überstreichen der Fläche optisch verschwinden.

Bestreiche die fertig zugeschnittenen Leisten mit Montagekleber und drücke sie vorsichtig an der Wand an. Verwende Laser Ebene oder Wasserwaage um die Leisten gerade auszurichten.

Ein Tip von mir: Die wenigstens Wände sind gerade. Manchmal muss man etwas bewusst schief Aufbringen, damit es gerade wirkt. Die Kreppband-Optik hilft Dir dabei Herauszufinden an welcher Stelle das der Fall sein könnte.

Nachdem die Leisten angetrocknet sind, gehe mit dem Montagekleber über die Fugen und „verspachtele“ sie auf diese Art vorsichtig. Nimm nicht zu viel Kleber! Er sollte an keiner Stelle auftragen.

Dieser Schritt ist wichtig um am Ende ein makelloses Bild zu gewährleisten. Ich empfehle danach mindestens 24h zu warten bis Du nach diesem Schritt den Raum beginnst zu streichen.

step 4 – FINISH

Nachdem Deine Leisten nun angetrocknet auf der Wand sitzen und die Zwischenräume verfugt sind, kannst Du damit beginnen zu streichen. Du kannst dies klassisch angehen oder mit einer Spritzmaschine.

Ich hoffe ich habe Dir Inspiration schenken können um Dein Haus oder Deine Wohnung ein wenig aufwerten zu können. Ein simples Mittel mit wirklich großem Effekt. Brauchst Du Hilfe bei der Umsetzung weil DIY nicht so Dein Ding ist, sind wir happy zu helfen. Versuchst Du selbst Dein Glück freuen wir uns wenn Du Deine Ergebnisbilder mit uns teilst.

Gutes Gelingen und liebe Grüße
Christin

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Ziegelstr. 3
76185 Karlsruhe

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